Los geht’s – das erwartet dich
Du planst den Sommerurlaub und suchst nach einem Ausflugsziel, das Kinder wirklich begeistert – und nicht nach zwanzig Minuten in Langeweile endet? Das Freilichtmuseum am Kiekeberg bei Hamburg hat für den Sommer 2026 ein ausgedehntes Mitmachprogramm auf die Beine gestellt, das sich über fünf Wochen erstreckt. Kein starres Besichtigungsprogramm, sondern echtes Ausprobieren, Anfassen und Erleben. Was genau dahintersteckt, liest du hier.
| Info | Details |
|---|---|
| Veranstaltung | Sommerspaß im Freilichtmuseum am Kiekeberg |
| Zeitraum | Dienstag, 7. Juli – Sonntag, 9. August 2026 |
| Ruhetag | Montags geschlossen |
| Aktionszeiten | täglich 11:00 – 16:30 Uhr |
| Zielgruppe | Kinder ab 4 Jahren (in Begleitung) |
| Anmeldung | Keine erforderlich |
| Eintritt Kinder/Jugendliche | Frei (unter 18 Jahren) |
| Eintritt Erwachsene | 12 Euro |
| Materialkosten | Ggf. 1–3 Euro bei einzelnen Aktionen |
| Ort | Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf |
| Website | kiekeberg-museum.de |
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Das Besondere am Sommerspaß-Konzept: Jede Woche steht unter einem eigenen Motto. Das lohnt gleich mehrere Besuche – oder hilft dir zumindest, den für deine Familie passenden Termin herauszupicken.
Woche 1 (7.–12. Juli): Spielen gestern und heute
Den Auftakt macht eine Woche rund ums Spielen. Kinder schnappen sich Steckenpferde, werfen Dosen, bauen sich ihr eigenes Holzspiel, drehen Springseile oder konstruieren kleine Musikinstrumente. Klingt simpel – macht aber erfahrungsgemäß genau deshalb so viel Spaß, weil man das Ergebnis mit nach Hause nehmen kann.
Woche 2 (14.–19. Juli): Garten, Pflanzen und was auf den Teller kommt
Woher kommt eigentlich das Essen? In der zweiten Woche dreht sich alles um Garten und Ernährung. Kinder kochen Pfannkuchen, mischen Getränke aus Obst und Gemüse, bemalen Blumentöpfe und basteln Blüten aus Wolle. Am Sonntag, dem 19. Juli, findet außerdem ein Rosenmarkt statt – ein schöner Zusatzpunkt für alle, die an dem Wochenende vorbeikommen.
Woche 3 (21.–26. Juli): Altes Handwerk hautnah erleben
Papier schöpfen, ein eigenes Büchlein binden, Armbänder weben oder Schmucksteine bearbeiten – in der dritten Woche geht es um traditionelles Handwerk. Besonders spannend: Kinder füllen kleine Fachwerkhäuser mit Lehm und können Darstellerinnen und Darstellern bei der sogenannten „Gelebten Geschichte 1804" zuschauen, die zeigt, wie der Alltag auf einem Bauernhof vor rund 200 Jahren aussah.
Woche 4 (28. Juli – 2. August): Die Museumstiere im Mittelpunkt
Schafe, Schweine, Ziegen, Gänse und Hühner – das Freilichtmuseum hält eine ganze Reihe alter Nutztierrassen. In dieser Woche dreht sich alles um die Vierbeiner und Federvieh. Kinder stellen Lippenpflege aus natürlichen Zutaten her, wickeln Wollschafe, verkosten verschiedene Milchsorten und mixen Shakes. Der Sonntag, 2. August, steht im Zeichen der Honigbiene – ein eigener Thementag rund um die wichtigsten Bestäuber.
Woche 5 (4.–9. August): Bäuerlicher Alltag im 20. Jahrhundert
Die letzte Woche entführt in das bäuerliche Leben des vergangenen Jahrhunderts. Gemeinsam mit Museumspädagoginnen und -pädagogen holen Kinder Wasser, machen Feuer, dreschen Getreide und flachsen – eine alte Methode zur Verarbeitung von Flachs. Am Samstag, dem 8. August, gibt es um 15 Uhr einen Märchenfilm. Außerdem steigt an diesem Abend die Kiekeberger Museumsnacht – ein Highlight zum Abschluss der Sommersaison.
Schon kurz vor dem offiziellen Start lohnt sich ein Besuch: Am Sonntag, dem 5. Juli, veranstaltet das Museum ein eigenes Kinderfest. Details dazu findest du aktuell auf der Museumswebsite.
Neben den täglichen Mitmachaktionen bietet das Museum dienstags und donnerstags nachmittags 30-minütige Familienführungen an. Dabei können Familien zum Beispiel die Sonderausstellung „Von Federkiel und Rechenschieber" erkunden, hinter die Kulissen der Gelebten Geschichte schauen oder die Museumsgärten entdecken. An den Wochenenden finden jeweils um 15 Uhr öffentliche Tierfütterungen statt – für viele Kinder ohnehin der Höhepunkt jedes Museumsbesuchs.
Auch abseits des offiziellen Programms gibt es einiges zu entdecken. Der Wasserspielplatz, den das Museum gemeinsam mit dem Wasserbeschaffungsverband Harburg betreibt, lädt zum Experimentieren ein – oder zu einer kleinen Floßfahrt. Für alle, die sich für Technikgeschichte begeistern: Im dreigeschossigen „Agrarium" zeigt der sogenannte Treckerturm auf rund 3.000 Quadratmetern, wie sich Landmaschinen vom Dampfpflug bis zum modernen Traktor entwickelt haben.
Wer mag, kann außerdem in der nachgebauten Königsberger Straße – einem Straßenzug der 1950er bis 1970er Jahre – eine Postkarte mit echten Urlaubsgrüßen beschriften und abschicken. Ein schöner analoger Moment in einer digitalen Welt.
Wer einen langen Tag einplant, muss sich ums Mittagessen keine Sorgen machen. Der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog" serviert saisonale norddeutsche Gerichte. Im Museumscafé „Das Wegewitz" gibt es selbstgerösteten Kaffee, Frühstücksvarianten und hausgebackenen Kuchen. Die Museumsbäckerei backt ihr Brot und Gebäck traditionell im Holzofen. Wer lieber picknickt: Wiesen und Bänke stehen auf dem gesamten Gelände zur Verfügung.
Das Freilichtmuseum am Kiekeberg ist dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet, an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Montags bleibt das Museum geschlossen.
Quelle: Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg
Muss ich die Mitmachaktionen beim Sommerspaß vorab anmelden?
Nein, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Alle Aktionen finden täglich von 11 bis 16:30 Uhr ohne Voranmeldung statt.
Ist der Eintritt für Kinder wirklich kostenlos?
Ja, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Erwachsene zahlen 12 Euro. Mitglieder des Fördervereins sind ebenfalls frei.
Ab welchem Alter können Kinder am Sommerspaß teilnehmen?
Das Programm richtet sich an Kinder ab vier Jahren, die in Begleitung eines Erwachsenen kommen.
Entstehen neben dem Eintrittspreis noch weitere Kosten?
Bei einzelnen Aktionen können Materialkosten von ein bis drei Euro anfallen. Das betrifft aber nicht alle Angebote.
Wie komme ich zum Freilichtmuseum am Kiekeberg?
Das Museum liegt in Rosengarten-Ehestorf südlich von Hamburg in der nördlichen Lüneburger Heide. Die genaue Adresse lautet: Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf. Anfahrtsinformationen findest du auf kiekeberg-museum.de.
Was passiert bei schlechtem Wetter?
Das Museum bietet auch bei Regen Programm – etwa die große Ausstellungshalle „Agrarium" mit historischen Traktoren und Dampfmaschinen auf rund 3.000 Quadratmetern überdachter Fläche.